Vortrag von Wolfgang Martin Stroh

am 30.08.2026, 11.00 Uhr, Donnerschweerstr. 55

Die Linke Blasmusikbewegung in der BRD begann am 1. Mai 1973 mit einem spektakulären Auftritt der "Roten Note", die später durch ihren musikalischen Beitrag zum erfolgreichen Kampf gegen das Kernkraftwerk in Wyhl so bekannt wurde, dass sich zwischen 1976 und 1985 dann bundesweit 26 Blaskapellen formierten, die ein intensives Netzwerk bildeten.

Diese ungewöhnliche und lautstarke Bewegung war zwischen Alternativbewegung und den Neuen Sozialen Bewegungen angesiedelt, hatte aber aufgrund eines gewissen Anspruchs (Instrument spielen, üben, Noten lesen, Probendisziplin, Kooperationsbereitschaft usw.) einen akademischen Anstrich, auch wenn sie als Sponti-Bewegung wahrgenommen wurde. Das Arbeitsprinzip hieß: Irritation durch Verfremdung. In gewisser Weise gilt dies bis heute für die noch sechs Kapellen, die überlebt haben.

Ein nostalgischer und unterhaltsamer Vortrag mit wenig Theorie und viel Praxis(beispielen) - gemäß den Arbeitsprinzipien der Linken Blaskapellen.
Eine Gesamtdarstellung der Bewegung auf https://www.musik-for.uni-oldenburg.de/blasmusik