Gong und KollegInnen untersuchten 2023 die Folgen von Gewalterfahrungen auf das Verhalten bei Mäusen, die an zwei aufeinander folgenden Tagen körperlich unbedenklichen elektrischen Schocks ausgesetzt wurden. D.h. mögliche Folgen waren rein psychischer Natur. Sechs Tage später wurden die Mäuse auf solche Folgen untersucht und zwar in vier Situation: in furchteinflößenden Situationen, beim Neugierverhalten, spontanem Absuchen der weiteren Umgebung und bei der Geschwindigkeit Ziele anzusteuern. Die untenstehenden Abbildungen zeigen die Ergebnisse. In Angst einflößenden Situation „froren“ sie deutlich länger ein als ohne Mäuse ohne Gewalterfahrung, sie waren deutlich weniger neugierig, explorierten weniger die Umgebung, untersuchten weniger die Umgebung und brauchten viel länger, um ein Ziel anzusteuern.

Diese Beobachtungen entsprechen Verhaltensveränderungen, die Menschen nach Gewalterfahrungen zeigen: emotionale Stumpfheit bei vegetativer Übererregtheit und übermäßiger Schreckhaftigkeit, Gleichgültigkeit und Teilnahmslosigkeit der Umgebung und anderen Menschen gegenüber, aktive Vermeidung von Aktivitäten und Situationen, die Erinnerungen an das Trauma wachrufen könnten. Wie die Abbildungen zeigen, waren die Veränderungen im Verhalten der Mäuse massiv.

Geschrieben von Helmuth

Quelle: Wenliang Gong et al.: Novel pathogenesis of post-traumatic stress disorder studied in transgenic mice. Journal of Psychiatric Research 161 (2023) 188–198. https://doi.org/10.1016/j.jpsychires.2023.02.042 

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