28.06.2026, 11.00 Uhr, Donnerschweerstr. 55

Auf der Basis der u.a. der Datenbank „Indikatoren und Karten zur Raum- und Stadtentwicklung“ werden für die vorhandenen 400 Verwaltungskreise die Ergebnisse der Bundestagswahlen von 2021 und 2025 mit den vorhandenen Daten zu Einkommen, Bruttowertschöpfung und anderen Bevölkerungsparametern kombiniert und statistisch analysiert. Es bilden sich zwei Hauptgegensätze heraus: einer zwischen Grünen und AfD und einer zwischen der Partei die Linke und der CDU/CSU. Beide Gegensatzgruppen stehen sich nicht nur politisch gegenüber sondern auch in den für die Kreise typischen sozial-ökonomischen Charakteristika. Statistisch zeigt sich zudem eine Korrelation mit rein ökonomisch vorgelagerten Strukturen, wie Geschlechterverhältnis und Familienstruktur. Auf dieser Grundlage werden im weiteren gegensätzliche Welt- und Eigensichten der politischen Gruppen skizziert, die die Polbildungen ideologisch verfestigen könnten. Ein mögliches spekulatives Fazit der integrierten politischen und sozio-ökonomischen Analyse ist, dass es eines erweiterten Verständnisses von Staatsfunktionen bedarf, um ein Wiederstarken der Linken zu ermöglichen: Staatsinterventionen nicht nur für Umverteilung sondern auch für technologische Durchbrüche, die ökologisch vertretbar sind und für alle einen echten Fortschritt in Richtung mehr Möglichkeiten schaffen, in der Form eines öffentlichen Eigentums.

Vortragen und berichten wird Helmuth