Die Geburtenrate fiel von rund 2,5 Kindern je Frau 1965 auf unter 1,5 1975. Seitdem pendelt die Geburtenrate in Westdeutschland relativ konstant um 1,4 Kinder je Frau – weit unter dem Bestandserhaltungsniveau von ca. 2,1. Seit 2022 sinkt die Rate wieder – 2023 lag sie bei etwa 1,35. Aber auch diese scheinbaren Fakten müssen in ihrem Entwicklungsprozess etwas differenziert werden:

1. Die „Überalterung“ der Bevölkerung durch geringe oder gar sinkende Geburtenraten wird dadurch „entschärft“, dass nach dem „Ableben“ der Boomer in ca. 15 Jahren die Zahl der Rentenberechtigten wieder auf das Niveau von 2000 sinkt. Und durch die sinkenden Geburtenraten müssen gleichzeitig auch weniger Kinder versorgt werden.

2. Eine steigende Produktivität der Wirtschaft kann die sinkende Zahl von Erwerbstätigen ausgleichen – vorausgesetzt die Löhne, und damit die Sozialabgaben, steigen entsprechend. Gerechter verteilt, würden sogar mehr Menschen von diesem Reichtum profitieren.

3. Mehr Zuwanderung – die hat die deutsche Wirtschaft schon in den letzten 25 Jahren vor dem Untergang „gerettet“.