Frühe Schwangerschaft ist weiterhin ein Zeichen der Zugehörigkeit zu den unteren Klassen, Frauen aus den höheren Klassen können diese Festlegung für das weitere Leben vermeiden. Das zeigt die Abbildung unten in den beiden Balkengruppen links. Dieser Unterschied ist bemerkenswert hoch.

Bei älteren Müttern nähert sich die Korrelation von Mutterschaft und Einkommenslage stark an (mittlere beide Balkengruppen). Aber hier entscheiden sich ältere Mütter mit hohem Einkommen häufiger für Kinder.

Betrachtet man die Häufigkeit von Geburten aller Mütter unabhängig von ihrem Lebensalter, so zeigt sich in der Abbildung rechts, dass Kinder zu bekommen in den letzten 10 Jahren mit verschiedenen gesellschaftlichen Krisen mehr und mehr eine Klassenfrage geworden ist: 
Mütter mit niedrigem Einkommen können sich Kinder zunehmend weniger leisten bzw. wissen, was auf sie zukommen wird.

Zusammenhang zwischen Geburten und Einkommensstruktur

Datenbasis: www.inkar.de

Zur Erklärung: Für die Erstellung dieser Abbildung wurde die Korrelation zwischen der Anzahl junger Mütter (jünger als 20 Jahre bei der Geburt) und älterer Mütter (älter als 39 Jahre bei der Geburt) in 400 Kreisen Deutschlands mit dem Prozentsatz an Haushalten mit niedrigem Einkommen (Anteil der Haushalte mit einem Nettoeinkommen von unter 1.500€ pro Monat) bzw. an Haushalten mit hohem Einkommen (Haushalte mit Nettoeinkommen 3.600 bis unter 5.000 Euro) statistisch korreliert.

geschrieben von Helmuth