1. Der Unterhaltsvorschuss soll mit dem 16. Geburtstag eingestellt werden. Bisher
wurde er bis zum 18. Lebensjahr gezahlt.
2. 40 Prozent der Alleinerziehenden sind einkommensarm, ein Drittel auf Grundsicherung
angewiesen.
3. Bundesweit 69.000 Alleinerziehende mit rund 111.000 Kindern würden Unterhaltsvorschuss
verlieren.

Auswirkungen in Oldenburg
• Rund 2.200 Kinder erhalten in Oldenburg Unterhaltsvorschuss.
• Etwa 40 Prozent der Alleinerziehenden in Oldenburg beziehen SGB-II-Leistungen.
• Eine exakte Zahl der 16- und 17-jährigen UV-Bezieher*innen, die durch die geplante
Altersbegrenzung ihren Anspruch verlieren würden, veröffentlicht die Stadt bislang
nicht.
Unterhaltsvorschuss ist für viele Alleinerziehendenhaushalte eine zentrale Einkommensstütze.
Die derzeitigen gesetzlichen Regelungen sehen grundsätzlich einen Leistungsanspruch
bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres vor; insbesondere für Kinder ab zwölf
Jahren gelten zusätzliche Voraussetzungen. (BMBFSFJ)
Eine Einschränkung des Leistungsanspruchs für ältere Kinder würde deshalb unmittelbar
das verfügbare Einkommen der betroffenen Familien reduzieren. Besonders relevant ist
dies für Alleinerziehende, die bereits heute über ein niedriges Einkommen verfügen oder
auf ergänzende Sozialleistungen angewiesen sind.
Für die kommunale Sozialplanung ist deshalb nicht allein die Zahl der Unterhaltsvorschuss-
Zahlfälle relevant. Entscheidend sind die Zahl der tatsächlich betroffenen Kinder,
deren Alter, die Zahl der betroffenen Alleinerziehendenhaushalte, die Zahl der Kinder je
Haushalt sowie der konkrete monatliche und jährliche Einkommensverlust.


Quellen: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/prien-unterhaltsvorschuss-gesetzentwurf-regierungsabstimmung-
100.html?utm_source=chatgpt.com
https://www.oldenburg.de/startseite/leben-in-oldenburg/gesellschaft-soziales/strategische-sozialplanung/veroeffentlichungen/
sozialberichterstattung/armutsbericht-fuer-die-stadt-oldenburg-veroeffentlicht.html
https://www.kirche-oldenburg.de/aktuelles/detail/stiftung-alleinerziehende-muetter-besonders-von-armut-gefaehrdet-
hoechster-anteil-bundesweit-in-bremen-niedersachsen-mit-43-prozent

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