Bundesweit hatten im Jahr 2022 16 Prozent aller Mieterhaushalte (3,2 Millionen) eine Mietbelastungsquote von 40 Prozent oder mehr. Knapp 8 Prozent der Haushalte mussten sogar mindestens die Hälfte ihres Haushaltsnettoeinkommens für die Bruttokaltmiete aufwenden.

(https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/sozialbericht-2024/553255/mieten-und-wohnkosten/)

Gerade diese unteren Einkommensgruppen sind zusätzlich durch steigende Verbraucherpreise belastet. Im Oktober dieses Jahres kosteten Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke 37 Prozent mehr als 2020 (FR und NWZ, 22.11.25). Steigende Mietbelastungsquoten zusammen mit steigenden Lebensmittelpreisen machen erkämpfte Lohnerhöhungen wieder zunichte – auch in Oldenburg. Die rote Linie zeigt den Median der Bruttomonatsgehälter in Oldenburg.

Der freie Markt regelt’s schon:
Auch in der eigenen Wohnungen hört die Ausbeutung nicht auf. Sie wird damit Teil einer umfassenden Ausbeutungsstruktur und sich vertiefender gesellschaftlicher Spaltungen.

Der Wohnungsmarkt gehört in die Öffentliche Hand!

Quellen: www.engelvoelkers.com/de-de/mietspiegel/niedersachsen/oldenburg/
Arbeitnehmerentgelt, Bruttolöhne und -gehälter in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 2000 bis 2022
Herausgegeben vom Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ Bundesrepublik Deutschland 2000 bis 2022
Niedersächsisches Landesamt fürStatistik

Geschrieben von Erna Schmitz