Helmuth stellt Studie von Dorsa Amir et al. vor

am 19.07.2026, 11.00 Uhr, Donnerschweerstr. 55

Freie und gleiche menschliche Kooperation machen den Kern einer linken Utopie aus, zusammen mit einer ermächtigenden Fürsorge für die, die dazu noch nicht oder nicht mehr in der Lage sind. Menschliche Zusammenarbeit umfasst eine Reihe miteinander verbundener Verhaltensweisen, die sich im Einklang mit der kulturellen Umwelt entwickeln.

 Ob und sich Ansätze dazu entwickeln und wenn ja, ab welchem Lebensalter je nach gesellschaftlichem Modell, ist nicht wirklich erforscht. Die Studie untersucht die Entwicklung von vier kooperativen Verhaltensweisen – Fairness, Vertrauenswürdigkeit, Vergebung und Ehrlichkeit – bei Kindern (N = 413) im Alter von 5 bis 13 Jahren aus fünf Gesellschaften: städtischen Vereinigten Staaten, ländlichem Uganda, Kanada, Peru und dem Jäger-Gartenbauer Shuar aus Ecuador.

Zudem wurden die Normen von Gleichaltrigen (N = 163) und Erwachsenen (N = 86) jeder Gemeinschaft erfasst (also wie darüber gedacht wird). Sie findet erhebliche Unterschiede in kooperativen Verhaltensweisen und Normen zwischen den Gruppen, aber auch, dass das Verhalten und die Normen der Kinder in der mittleren Kindheit zu gemeinschaftsspezifischen Normen neigen.

Zusammen zeigen diese Erkenntnisse, wie sich kooperatives Verhalten innerhalb und über Kulturen hinweg entwickelt oder eben nicht.

Die Studie stellt Helmuth vor und sie ist abrufbar hier (allerdings nicht ganz einfach zu lesen):

Amir et al., Sci. Adv. 12, eadw9995 (2026), DOI: https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.adw9995