Burnout Definition
von Christina Maslach (1982)
 

 
“ein Syndrom emotionaler Erschöpfung, Depersonalisation und persönlicher Leistungseinbußen, das bei Individuen auftreten kann, die in irgendeiner Art mit Menschen arbeiten. Es ist eine Reaktion auf die chronische emotionale Belastung, sich andauernd mit Menschen zu beschäftigen, besonders, wenn diese in Not sind oder Probleme haben”
 
Auffälligkeiten der Definition: Beschränkung des Burnout auf Menschen, die mit Klienten zu tun haben
 
Zusammenfassende Betrachtung
  • Burnout ist eine extrem schnell wachsende psychische Störung, tritt besonders häufig im Dienstleistungsbereich auf, dauert dort länger in der Behandlung und wächst überproportional als Ursache für Frührente.
  • Burnout könnte eine gesellschaftliche Konstruktion  dafür sein, dass sich jegliche Form von „außen“ der kapitalistischen Produktion aufgelöst hat.
  • Der Dienstleistungsbereich wächst anteilig an der gesellschaftlichen Produktion, wird aber nicht wirklich produktiver. Insofern sind hier kaum Klassenkompromisse im Sinne relativer Mehrwertproduktion möglich.
  • Deshalb bleibt nur direkter Konflikt, Arbeitshetze, ohne erkennbare Chance in Richtung Steigerung der Produktivität, weil es keine klaren „Waren“ gibt, die hergestellt werden könnten. 
 
 
Burnout: Z Diagnose im ICD 10, die selten alleine gegeben wird