Kommt einem irgendwie bekannt vor? Diese Prognose wurde bereits im Jahr 2000 vom damaligen Chef-Ökonomen des IfO Instituts, Hans Werner Sinn, verkündet. In einem Memorandum schrieb er, die gesetzliche Rente müsse bis 2035 zusammenbrechen, allein aufgrund von Demografie und einfacher Mathematik. Hat aber keinen Sinn gemacht:

Bis 2025 hat sich an dem Verhältnis zwischen Erwerbstätigen und Rentenberechtigten faktisch nichts geändert.

 Was ist der Grund?

Die einfache Mathematik von steigender Frauenerwerbsquote, Ausdehnung von Teilzeitjobs, mehr Arbeit von Älteren und Zuwanderung brachte die gesamten Vorhersagen eines der exponiertesten Chef-Ökonomen zum Einbruch.

Aber Fakten hindern rechte Ideologen leider nicht daran, uns auch  heute wieder und wieder die gleichen Drohszenarien aufzutischen.

Damals wie heute läuft die Argumentation darauf hinaus, dass wir länger arbeiten und die Renten gekürzt werden müssen. Und heute soll mit solchen Maßnahmen auch noch die Zuwanderung massiv eingeschränkt werden.

Dass inzwischen mehr als 20 Prozent der Pflegekräfte migrantisch sind und viele Dienstleistungsbereiche wie Nahrungsindustrie, Gastronomie, Paketzustellung, Taxi, Reinigung, usw. ohne Zuwanderung  in Deutschland einfach zusammenbrechen würden, wird von diesen Meinungsmachern geflissentlich verschwiegen.